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RatgeberStand: Juli 2026

Was ist Scope 3?

Die vor- und nachgelagerten Emissionen der Wertschöpfungskette – und warum sie gerade für Zulieferer-KMU wichtig sind.

Das Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) unterteilt die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens in drei Kategorien, sogenannte „Scopes“. Scope 3 ist davon die umfangreichste – und für viele KMU die relevanteste, wenn Großkunden Nachhaltigkeitsdaten anfragen.

Die drei Scopes im Überblick

  • Scope 1: Direkte Emissionen aus eigenen Quellen, z. B. Firmenfahrzeuge oder eigene Heizanlagen.
  • Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie, z. B. Strom oder Fernwärme.
  • Scope 3: Alle übrigen indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette – vor- und nachgelagert.

Was zählt zu Scope 3?

Scope 3 umfasst vorgelagerte Emissionen (z. B. eingekaufte Waren und Dienstleistungen, Transport, Geschäftsreisen, Pendelverkehr der Belegschaft) und nachgelagerte Emissionen (z. B. Nutzung und Entsorgung verkaufter Produkte). Je nach Branche macht Scope 3 häufig den größten Anteil der Gesamtemissionen eines Unternehmens aus, oft deutlich mehr als Scope 1 und 2 zusammen.

Warum das für KMU relevant ist

Große, CSRD-pflichtige Unternehmen müssen zunehmend auch die Scope-3-Emissionen ihrer Lieferkette erfassen. Als Zulieferer werden KMU deshalb immer häufiger direkt nach ihren eigenen Emissionsdaten gefragt – unabhängig davon, ob sie selbst berichtspflichtig sind. Ein CO2-Rechner in einer ESG-Software hilft dabei, diese Daten strukturiert zu erfassen und auf Anfrage schnell bereitstellen zu können.

Quellen

  1. Greenhouse Gas Protocol: Corporate Value Chain (Scope 3) Standard
  2. EFRAG: ESRS E1 – Klimawandel