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GrundlagenStand: Juli 2026

Was ist ein VSME Nachhaltigkeitsbericht?

Kurzantwort

Der VSME-Nachhaltigkeitsbericht ist ein freiwilliger EU-Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht-börsennotierter KMU mit bis zu 250 Mitarbeitenden. EFRAG entwickelte ihn; die EU-Kommission empfiehlt ihn offiziell seit dem 30. Juli 2025.

Ausführliche Antwort

VSME steht für Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed SMEs – auf Deutsch: Freiwilliger Nachhaltigkeitsberichtsstandard für nicht-börsennotierte KMU. Der Standard wurde von EFRAG (European Financial Reporting Advisory Group) im Dezember 2024 fertiggestellt und am 30. Juli 2025 von der Europäischen Kommission offiziell als Empfehlung verabschiedet.

Ein VSME-Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens in den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) – abgekürzt ESG. Im Gegensatz zur vollständigen CSRD-Berichtspflicht für Großunternehmen ist VSME proportional und zugänglich: Keine Wesentlichkeitsanalyse erforderlich, kein aufwendiges Gutachterverfahren.

Zwei Module

  • Basismodul: 51 Datenpunkte, Bearbeitungszeit 1–3 Arbeitstage, deckt Grundlagen zu Umwelt, Sozialem und Governance ab.
  • Umfassendes Modul: 93+ Datenpunkte, ergänzt Klimatransitionspläne, Menschenrechte und Governance-Diversität.

VSME ist freiwillig, aber faktisch zunehmend unvermeidbar: Banken fordern ESG-Daten bei Kreditanfragen, und CSRD-pflichtige Großkunden verlangen VSME-konforme Daten von ihren Zulieferern – begrenzt durch den seit März 2026 geltenden Wertschöpfungsketten-Cap.

Spezialisierte VSME-Tools ermöglichen die Erstellung eines vollständigen VSME-Berichts ohne ESG-Vorwissen in wenigen Tagen – als günstige Alternative zu teuren Beratungsmandaten.

Quellen

  1. EU-Kommission: Empfehlung zur Nutzung von VSME, 30. Juli 2025
  2. EFRAG: SMEs and Sustainability Reporting